Fachberatung

Gartenfachberater arbeiten ehrenamtlich für ihren Verein. Meist verfügen sie schon über Fachwissen, kommen aus einem "grünen" Beruf und wurden deshalb ausgewählt. Oft aber sind es Gartenfreunde, die ihr Wissen an Ausbildungsstätten wie z. B. an der Gartenakademie Dresden / Pilllnitz und anderen Ausbildungsstätten erworben haben, ständig erweitern und gern weitergeben.

Grundlagen für das Arbeiten als Fachberater sind:

Das Bundeskleingartengesetz (BKleinG), die Rahmenkleingartenordnungen der Verbände sowie die Kleingartenordnungen der Vereine.

Zu ihren Aufgaben gehören u. A.:

  • fachliche Beratung von Vorstand und Vereinsmitgliedern
  • Informieren der Vereinsmitglieder über naturgemäßes und umweltgerechtes Gärtnern
  • Organisation und Durchführung von Schulungen, Vorträgen, Übungen, Vorführungen
  • Mitwirkung bei den Wertermittlungen von Kleingärten
  • eigene Teilnahme an Aus- bzw. Fortbildungsmaßnahmen
  • Beratung bei der Anschaffung von Fachliteratur
  • Einsetzen der Verbandszeitungen z. B. "Gartenfreund" und "Der Fachberater"

Anforderungen an den Fachberater

  • Kenntnisse der Rechtsgrundlagen kleingärtnerischer Tätigkeit, insbesondere des Kommentars zum Bundeskleingartengesetz, den Rahmenkleingartenordnungen und den Satzungen der Vereine
  • Kenntnisse im Pflanzenschutz und in der Pflanzenpflege
  • Interesse und Freude an der Beratung der Gartenfreunde
  • Selbstständige Arbeitsweise  sowie Leitungserfahrung

Warum der Gartenfachberater Vorstandsmitglied sein sollte

Laut Satzung muss die fachliche Beratung und Betreuung der Vereinsmitglieder gewährleistet werden. Sie ist ein nicht unerheblicher Bestandteil der Vorstandsarbeit, deshalb sind die vom Fachberater durchzuführenden Aufgaben genauso wie die anderen Vorstandsaufgaben im Vorstand vorzubereiten und zu beschließen.
Der Fachberater hat aber auch den Vorstand in fachlicher Hinsicht zu beraten, wie z.B. vor einer Wertermittlung bei Gartenabgabe, beim Umgang mit Waldbäumen, bei Baufragen usw. Dies spricht dafür, den Fachberater in den Vorstand zu wählen. Dem Gartenfachberater obliegt es, vor allem folgende Aufgaben wahrzunehmen bzw. zu organisieren:

  1. Beratung von Vorstand und Vereinsmitgliedern in fachlichen und in kleingartenrechtlichen Fragen, damit eine Parzelle kleingärtnerisch so eingerichtet, bewirtschaftet oder wieder hergestellt wird, dass sie dem Bundeskleingartengesetz (BKleingG) entspricht.
  2. Mitwirkung bei der Gartenabgabe bei Pachtende insbesondere dadurch, dass er die vom Vorstand an den weichenden Pächter zu erteilenden Auflagen und die Vorgaben für die Wertermittler erarbeitet.
  3. Erarbeitung und Umsetzung des Jahresplanes für die Gartenfachberatung im Verein.
  4. Durchführung von fachlichen Belehrungen, wie z. B. zum Verbrennen, zu zulässigem Pflanzenschutzmitteleinsatz usw., besonders wenn sie durch Unterschrift zu bestätigen sind.
  5. Vorbereitung und fachliche Begleitung von Umgestaltungsmaßnahmen in der Kleingartenanlage, insbesondere bezüglich nicht oder nicht mehr vergebbarer Gärten.
  6. Beratung bei der Anlage von Biotopen, vor allem im öffentlichen Teil der Anlage, und bei der sachgerechten Pflege vom öffentlichen Grün.
  7. Sicherstellen der eigenen Weiterbildung in gärtnerischen und kleingartenrechtlichen Fragen.
  8. Organisation bzw. Durchführung von Fachvorträgen, Demonstrationen, Übungen und anderen Formen der Gartenfachberatung in der Kleingartenanlage.
  9. Organisation regelmäßiger Gartenbegehungen, u. a. um die kleingärtnerische Gemeinnützigkeit durch das Handeln der Gartenfreunde nachzuweisen.
  10. Informieren der Gartenfreunde über naturgemäßes und umweltbewusstes Gärtnern, insbesondere über die zweckmäßigsten Mittel und Methoden zur Gesunderhaltung von Boden und Pflanze.
  11. Beratung des Vorstandes bei der Gestaltung von Info-Tafeln des Vereins und bei der Anschaffung von Materialien für die Gartenfreunde.
    Die Stellung des Gartenfachberaters als wichtigster Ansprechpartner in Bezug auf naturgemäßes und umweltbewusstes Verhalten im Garten und beim Gärtnern nach guter fachlicher Praxis wird wesentlich aufgewertet, wenn er Vorstandsmitglied ist.
    Der Gartenfachberater sollte aber auch deshalb Vorstandsmitglied sein, weil er, um wirksam tätig zu sein, den Vorstand braucht, der ihm Rückhalt gibt und gemeinsam mit ihm die erforderlichen Arbeitsbedingungen schaffen muss.
Gartentipps bei Trockenheit und Hitze zusammengestellt und ein paar Hinweise zur Waldbrandgefahr.

Gießen
Gegossen wird idealerweise abends nach Sonnenuntergang oder gleich frühmorgens. So kann das Wasser in den Boden eindringen, ohne direkt wieder zu verdunsten.
Vorher den Boden auflockern, damit das Wasser eindringen kann, bzw. direkt gießen ohne Brause. Und wenn gegossen wird, dann richtig. Nur die Bodenoberfläche anzufeuchten bringt nichts.
Wenn das Wasser knapp wird, ist zu entscheiden, was noch gegossen werden soll. Pflanzen die längere Trockenzeiten verkraften, warten auf den nächsten Regen.
Neu gepflanzte Sommerblumen sind noch nicht tief verwurzelt und zeigen schnell Symptome. Dann sollten Sie aktiv werden. Es wird höchste Zeit den Garten richtig zu bewässern.
bringen Sie bei langer Trockenheit Rindenmulch aus. Das verhindert die Verdunstung und hält den Boden feucht.


Bei Trockenheit den Rasen richtig pflegen
Hitze und Sonnenstrahlen setzen dem Rasen schnell zu:. Den Rasen richtig bewässern ist jetzt für viele Gartenbesitzer das Wichtigste bei der Gartenarbeit. Viele sprengen den Rasen mehrmals täglich und zu kurz. Damit wird das Unkraut unterstützt. In heißen Sommermonaten reicht es aus 2- 3 Mal in der Woche den Rasen bewässern. Dann aber kräftig! Verwenden Sie nicht den Gartenschlauch zur Rasenbewässerung. Die großen Wassermengen nimmt der Boden auf einmal nicht auf. Rasensprenger dagegen berieseln und erledigen ihre Aufgabe von selbst. Lassen Sie den Rasen im Garten bei Trockenheit wässern bis die Feuchtigkeit ungefähr 10 Zentimeter tief in den Boden eingedrungen ist.

 

Pflanzen, die Trockenheit gut vertragen
In den letzten Jahren nahmen die trockenen und heißen Perioden im Sommer deutlich zu. Will man während der Trockenheit den Garten nicht immer mit Gießkannen und Schlauch die Beete wässern, dann sollte man überlegen, besonders trockenheitsverträgliche Pflanzen und Stauden zu pflanzen.
Dazu gehören Fette Henne, Königskerze, Kugeldistel, Vexiernelke, Mädchenauge und Nachtkerze.
Viele Steingartenpflanzen kommen mit Trockenheit besser zurecht als mit Staunässe. Sie wachsen an ihren Ursprungsorten im Gebirge im Schotter und brauchen wenig Humus.

 

Empfindliches umpflanzen
Mehr Sonne und mehr lokal mehr Regen, so macht sich der Klimawandel bemerkbar. In manchen Jahren blüht alles früher, Obst und Gemüse sind schneller reif. Doch die schleichende Klimaveränderung verträgt nicht jede Pflanze: Bohnen beispielsweise, die viel Feuchtigkeit brauchen, kommen mit den klimatischen Bedingungen im Sommer immer schlechter zurecht und brauchen daher viel Gießwasser. Tomaten können auch auf den Balkon gepflanzt werden. Südlagen sollten wenn möglich gemieden werden. Besser sind Nordlagen, die teils morgens und abends dennoch etwas Sonne abbekommen.

 

Was machen mit einem abgeernteten Beet?
Wenn Sie ein Beet komplett oder nur partiell abgeerntet haben, können Sie entweder die Folgetracht anpflanzen oder auf das leere Beet, beziehungsweise die durch die Ernte entstandenen Freifläche zwischen dem Gemüse, Gründüngerpflanzen säen. Wenn Sie sich für eine Folgetracht entschieden haben, können Sie die Gründüngerpflanzen auch noch im September ausbringen.
Vielleicht haben Sie auch gar keine Zeit sich um das leere Beet im Garten zu kümmern benötigen Sie eine pflegeleichte Alternative. Damit der Boden in dieser Zeit nicht gänzlich austrocknet, was gerade während der Sommermonate der Fall sein kann, wässern Sie diesen gründlich und versehen ihn mit einer dicken Mulchdecke. Die Mulchdecke sorgt gleichzeitig dafür, dass „Unkraut“ nicht aus dem Boden schießt.

 

Brandschutz
Wenn es längere Zeit nicht geregnet hat, reichen bereits kleinste Zündquellen aus, um die ausgetrocknete Vegetation in Brand zu setzen. Zigarettenglut, Reste vom Grillfeuer oder sogar eine einzelne Glasscherbe können so zu gefährlichen "Waldbrandstiftern" werden. Daher gilt in Wäldern auch ein generelles Rauchverbot im Zeitraum vom 1. März bis 31. Oktober.
Der Waldbrand-Gefahrenindex WBI hat 5 Gefährdungsstufen. Von Gefährdungsstufe 1 sehr geringe reicht die Skala bis zur 5 sehr hohe Gefahr.
Die Waldbrandgefahr steigt in der Fläche weiter an und bewegt sich im Bereich der Stufen 3 bis 5, wobei die höchsten Stufen 4 und 5 mittlerweile überwiegen.
Ab der Waldbrandgefahrenstufe 3 besteht eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die zuständige Behörde darf den Wald sperren. Das Betreten des Waldes ist weiterhin erlaubt, aber bei der Nutzung von Waldparkplätzen ist erhöhte Vorsicht geboten (Stichwort: heiße Auspuffanlagen). Öffentliche Feuerstellen oder Grillplätze im und am Wald dürfen nicht mehr genutzt werden.
Ab Waldbrandgefahrenstufe 4 gilt, in Waldgebieten sollten öffentliche Straßen und Wege, sowie Waldwege aller Art nicht verlassen werden. Die Fortbehörde kann ausgewiesene Parkplätze, sowie touristische Einrichtungen im Wald sperren. Die zuständigen Behörden treffen gegebenenfalls zusätzliche Brandschutzmaßnahmen.
Und ab Waldbrandgefahrenstufe 5 darf die Forstbehörde und der Waldeigentümer den Wald sperren. Der Wald sollte weder betreten noch befahren werden. Ausnahmen gelten nur zu Kontrolltätigkeiten durch die Forstbehörde, sowie für Kräfte des Brandschutzes, Rettungsdienstes oder Katastrophenschutzes.
Auch die Kleingärtner sollten sich entsprechend verhalten und wenn grillen noch erlaubt ist Vorsorge treffen, das keine Glut auf den Rasen fällt und Funkenflug vermieden wird.

So werden wir hoffentlich auch dieses extreme Gartenjahr gut überstehen und hoffen auf baldige Wetterbesserung.

Teil 1

 

Teil 2

 

Teil 3

 

Teil 4

 

Teil 5

 

Pflanzen die nach Bewertungsrichtlinie nicht bewertet werden

Diese Gehölze und Pflanzen werden im ausgewachsenen Zustand über 3 m hoch.

Es ist keine Neupflanzung zulässig
Für bestehende Bestände gilt die Empfehlung diese nach und nach zu entfernen.
Bluthasel
Balsamtanne
Erbsenstrauch
Blau und Stechfichte
Essigbaum
Blauzederwacholder
Eukalyptus
Douglasie
Fächerahorn
Eibe
Goldregen
Fichte
Goldulme
Koreatanne
Haselnuss
Lebensbaum
Holunder
Säulenwacholder
Japanischer Ahorn
Zypresse
Korkenzieherweide
Schirmtanne
Magnolie außer Sternmagnolie
Strauchwacholder
Kornelkirsche
Raketenwacholder
Pfaffenhütchen
Saalweide

Nicht bewertet werden alle Waldbäume (Laub und Nadelbäume) und Ziergehölze die im ausgewachsenen
Zustand 3m Höhe überschreiten.

Wacholder als Zwischenwirt des Birnenrostes ist grundsätzlich zu entfernen.